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Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium
Sprachliches Gymnasium

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Musik

Tu was du immer getan hast:
Spiel weiter,
erheitere die Engel,
damit die Sünder in der Hölle
nicht gar zu gequält sind.
Erzengel Gabriel,
gib Armstrong eine Trompete

(Jewgenij Jewtuschenko)

Jewtuschenkos Gedicht anlässlich des Todes von Louis Armstrong bescheinigt der Musik geradezu göttliche Fähigkeiten. Mit dieser Einschätzung ist er nicht allein: Viele Künstler (nicht nur Musiker) aus verschiedenen Epochen teilen diese Haltung, wohl aus der Erkenntnis, dass Musik den Menschen stärker als andere Künste in seiner Ganzheit anspricht. Ihre emotionale Kraft spürt jeder, ebenso die Energie, die in den Körper geht und uns zur Bewegung, zum Tanzen bringt. Subtiler ist da die Wirkung auf die tieferen Schichten der Seele, die von meditativen Musiken ausgeht, spannend (und doch von vielen skeptisch beäugt) die Herausforderung, die eine intelligent konstruierte Musik an unseren Verstand stellt

Aber selbst der beste Sender sendet vergebens, wenn der Empfänger nicht empfangen kann. Uns als Empfänger machen heute vor allem zwei "Funklöcher" zu schaffen.
Die moderne Technik verführt uns mit immer perfekteren Geräten (Walkman, Discman, MP3-Player) zu ständigem Musik-"Genuss". Und selbst wenn wir diesen Reizen widerstehen, können wir kein Kaufhaus, kein Restaurant, keinen Friseursalon betreten, ohne permanent mit Musik berieselt zu werden. Kein Mensch kann so lange aufmerksam zuhören, aber ohne Aufmerksamkeit entgehen uns die feineren, die eigentlich faszinierenden Reize der Musik, und unsere Wahrnehmung reduziert sich auf die groben, oberflächlichen Eindrücke. Unsere musikalische Erlebnisfähigkeit verkümmert.
Das zweite Funkloch entsteht durch mangelndes Wissen. Viele Hörer wehren sich massiv gegen diese Behauptung, weil ihnen alles Intellektuelle, alles Wissen um die Musik als Behinderung des  reinen Gefühls erscheint. Nun ist es zweifellos richtig, dass man Bach nicht unbedingt verstehen muss, um ihn genießen zu können. Aber der Genuss steigert sich beträchtlich, wenn ich auch noch den Teil der Bach'schen Musik verstehe, der sich an mich als intelligent mitdenkenden Hörer wendet. Allenfalls im Zeitalter der Romantik wünscht sich der Komponist den rein "fühlenden" Hörer; alle anderen Epochen rechnen mit einem Publikum, das auch denkt, das folglich auch etwas über die Musik wissen muss.

Hier setzt die Aufgabe des Musikunterrichts an. Sein Ziel muss sein, das Wissen über musikalische Sachverhalte zu vermitteln und bei den Schülern so zu vertiefen, dass sie es bei neuen Stücken eigenständig anwenden können und dass damit zur emotionalen Begeisterung die intellektuelle Faszination kommt. Und aus dieser gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeit kann dann ein Interesse erwachsen, das die Schüler dazu bewegt, die Menge des Musikkonsums zu vermindern und dafür die Intensität des Hörerlebnisses zu steigern. Klasse statt Masse. Oder, wie Epikur sagt: "Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß".

Hier kehre ich zum Bild Sender - Empfänger zurück. Der Sender (Lehrer) ist von der Aufnahmebereitschaft des Empfängers (Schüler) abhängig. Es ist Aufgabe des Lehrers, dem Schüler den Stoff so schmackhaft wie möglich zu machen. Aber um an die Äpfel zu kommen, muss man sich zum Ast bemühen:

Und als Trost und Ermutigung für alle, die sich von den Anforderungen und Mühen niedergedrückt fühlen, ein Wort des Jazzmusikers Alvin Battiste:

"Way down, deep from the depths of sorrow, music came."

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